Ich heiße Marie und arbeite mit Herz, Geduld und Überzeugung mit Kindern und Jugendlichen, die auf ihre eigene Art denken, fühlen und lernen. Ich begleite Kinder und Familien, weil ich selbst erlebt habe, wie schwer es sein kann, in einer Welt zu bestehen, die das Anderssein oft nicht versteht.
Mein Weg hierher war kein leichter. Ich hatte schon früh große Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren.
Ich wechselte mehrmals die Schule, fühlte mich ständig überfordert und unwohl.
Lehrer hielten mich für faul, unmotiviert oder schwierig. Schon in der Grundschule wurde meinen Eltern geraten, mich auf eine Förderschule zu schicken. Ich erinnere mich an unzählige Momente, in denen ich mich gefragt habe, warum mir Dinge so schwerfallen, die anderen so leicht gelingen. Ich wollte lernen, wollte dazugehören, aber irgendetwas in mir funktionierte einfach anders.
Über viele Jahre kämpfte ich mich durch, machte meinen Realschulabschluss, besuchte die höhere Handelsschule, absolvierte meine Fachhochschulreife und eine Ausbildung. Nach außen sah es so aus, als hätte ich meinen Weg gefunden, doch innerlich war ich oft erschöpft und voller Selbstzweifel.
Erst als junge Erwachsene mit 18 Jahren begann ich, wirklich zu verstehen, was mit mir los war.
Damals gab man mir zuerst die falsche Diagnose "Depression", die Therapeutin, die mich daraufhin kurzzeitig
behandelte empfahl mir mich auf ADHS testen zu lassen. Mit all meinen alten Zeugnissen und Berichten im Gepäck saß ich damals bei einer Spezialistin, und plötzlich fiel einiges an seinen Platz.
Diese Diagnose war, wie ich viel später lernte, keine Entschuldigung, sondern endlich eine Erklärung.
Sie half mir zu verstehen, warum ich mich jahrelang so falsch gefühlt hatte.
Ich begann, mein Leben Schritt für Schritt anders aufzubauen. Ich lernte, mit Struktur, Verständnis und kleinen Systemen umzugehen, statt mich ständig an andere anpassen zu wollen. Ich entdeckte, dass ADHS kein Hindernis sein muss, sondern eine andere Art, die Welt zu erleben. Ich begann Verhaltenstherapie, las Bücher, entwickelte Routinen, lernte Geduld mit mir selbst. Und je mehr ich verstand, desto klarer wurde mir, dass ich dieses Wissen weitergeben will.
Während der Schulzeit, meiner Ausbildung und meines derzeitigen Studiums arbeitete ich viel
mit Kindern und Jugendlichen.
Ich babysittete, half bei Hausaufgaben, begleitete Familien im Alltag. Immer wieder merkte ich,
wie sehr mich gerade die Kinder berührten, die sich schwer konzentrieren konnten, die zu sensibel oder zu lebhaft waren, die nie ganz in die Gruppe passten. Ich verstand sie, weil ich war wie sie. Ich wusste, was sie fühlten, und ich wusste, was sie brauchen.
Aus all diesen Erfahrungen entstand ADHSHilfePlus. Es ist kein theoretisches Projekt, sondern das Ergebnis vieler Jahre Lernen, Scheitern, Aufstehen und Weitergehen. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem Kinder nicht das Gefühl haben, falsch zu sein, sondern erleben, dass ihr Anderssein eine Stärke sein kann. Einen Ort, an dem Eltern Entlastung finden und Kinder wirklich verstanden werden.
Heute verbinde ich meine eigenen Erfahrungen mit pädagogischen Methoden und praktischem Wissen aus meiner Arbeit im Gesundheitswesen. Ich begleite Kinder und Familien mit Struktur, Empathie und Humor.
Mein Ziel ist, dass jedes Kind lernen darf, auf seine Weise zu funktionieren, und dass Familien wieder Leichtigkeit spüren. Ich glaube daran, dass jedes Kind lernen kann, wenn es verstanden wird.
Und ich weiß aus Erfahrung, wie viel Mut es braucht, dorthin zu kommen.